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Virtuelles Museum der deutsch-dänischen Grenzregion.

Nach Renovierung neu eröffnet wurde das Virtuelle Museum der deutsch-dänischen Grenzregion, das nach Zielgruppen (z. B. Touristen, Schülerinnen und Lehrkräfte) und thematisch geordnet (z. B. Gesellschaft oder Kultur) den Zugriff auf informierende Texte und digitalisierte historische Zeugnisse eines früher zwischen Dänemark und Deutschland umkämpften Landstrichs erlaubt.

Das Ganze gibt’s natürlich auch auf Dänisch.

Übersetzung von Graphic Novels – Alison Bechdel.

Die Besonderheiten und Schwierigkeiten des Übersetzens von Comics werden in einem Interview Isabel Bogdans mit Thomas Pletzinger und Tobias Schnettler besprochen – am Beispiel des neuen gezeichneten Romans Wer ist hier die Mutter? der hier geschätzten Alison Bechdel: Wie übersetzt man eigentlich … Alison Bechdel?

Fürstenfelde.

Erfolgreiche Bücher, erzählt man, seien auch auf piratischen Seiten herunterzuladen. Mir tut das leid (für die Herunterlader), denn es macht natürlich viel mehr Laune, das echte Buch zu lesen. Saša Stanišić reagiert auf die Situation bezüglich seines Romans Vor dem Fest folgendermaßen –



– und eröffnet das zum Buch gehörige Blog. Mir ist das sympathisch.

(Ansonsten hoffe ich natürlich, dass Luchterhand den Setzfehler der ersten Auflage, (außer im ersten Kapitel) statt echter Kapitälchen falsche zu nutzen, beizeiten repariert. Ein wesentlicher Grund für das gedruckte Buch ist die Herstellungsqualität, zu der auch die Einhaltung typografischer Standards gehört …)

Gelesen. Loest.

Erich Loest: Nikolaikirche. München: Deutscher Taschenbuch, 1997.

Mitbringsel aus der Connewitzer Verlagsbuchhandlung. Konnte mich wegen akuter Literaturüberlastung und Zeitmangels für gar nichts entscheiden, als ich kürzlich dort stöbern durfte – habe dann den Loest mitgenommen, weil ich Nikolaikirche schon immer mal lesen wollte. Hat sich aber nicht bewährt: sozialistischer Realismus, angewandt auf das Rumoren vor 1989 und – vor allem – die Reaktion der Vertreter der sichernden Organe: das verspricht nicht nur literarische Langeweile, das erfüllt die Norm auch noch.

Muss also nochmal nach Leipzig, was Gutes kaufen.

Thomas Bader (1942–2014).

Thomas Bader ist tot.

Er war der Inhaber der – nein, er war die Freiburger Buchhandlung zum Wetzstein, über die ich hier schon einmal schrieb. Ein Buchhändler vom alten Schlag. Der, der mich zum Buchhändlern brachte und nach wie vor das Idealbild der anderen, der Literatur und Ästhetik verpflichteten Buchhandlung prägte, fern dem Mainstream, in der eigenes Wissen und Können Sortiment wurde, stets klar und wach im Urteil, bei allem Traditionsbewusstsein auch immer wieder neugierig und daher für die Kunden anregend.

Danke, Herr Bader.

Gelesen. Hanff.

Helene Hanff: 84 Charing Cross Road. Übertragen von Rainer Moritz. Hamburg: Atlantik, 2014.

Ein Buch für Leser, die nachempfinden möchten, wie es war, als 1949 ff. eine an Literatur und schönen Büchern interessierte Amerikanerin ein englisches Antiquariat anschrieb, um fürderhin über 20 Jahre Bücher von dort zu beziehen, weil die heimischen Ausgaben ihr zu schlampig hergestellt erschienen. Über eine Buchsendung freut sie sich zum Beispiel so:

[…] die Stevenson-Ausgabe ist so schön, dass sie mein Bücherregal aus Orangenkisten beschämt. Ich fürchte mich fast davor, solche schweren cremefarbenen Velinseiten anzufassen. Da ich an das kalte weiße Papier und an die steifen Pappumschläge amerikanischer Bücher gewöhnt bin, wusste ich gar nicht, was es für eine Freude sein kann, ein Buch zu berühren. [Ebd., 9]

Der Briefwechsel, zuerst steif und förmlich, wird rasch vertrauter und freundschaftlicher, weitet sich schließlich auf die Familien der Angestellten des Londoner Antiquariats aus, endet dann aber leider mit der Auflösung der Firma.

Eine angenehme Lektüre, die bei aller Leichtigkeit unsere Art mit Büchern zu handeln (und vielleicht auch unsere Art zu kommunizieren und zu leben) in Frage stellt.

In einer hübschen Neuausgabe erschienen bei Atlantik, einem Imprint von Hoffmann und Campe.

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