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Gelesen. Sinclair.

Upton Sinclair: Der Dschungel. Übertragen von Ingeborg Gronke. Zürich: Union, 2014.

In den Jahren seit Erscheinen dieses Buches im Jahr 1906 scheint sich in der Fleischindustrie und insbesondere in den Bedingungen für die Arbeiter nichts Wesentliches geändert zu haben: zur ergänzenden Lektüre empfohlen die thematisch passende Serie in der Zeit, zum Beispiel der Artikel Die Schlachtordnung über rechtlose Sklavenarbeiter aus Osteuropa, die auch dir dein Schnitzel bereiten.

Gelesen. Afonin.

Wassili Afonin: Im Moor. Übertragen von Wolfgang Kasack. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1982.

Unerbittliche Konkurrenz eines Bruderpaars mit unterschiedlichen Lebensentwürfen. Kurz, knapp, hart.

Professor und Korrelation.

Kurz aus Klausurkorrekturen aufgetaucht. Den Artikel Hamburg stoppt WLAN an Schulen gelesen:

„Die Korrelation des Anstiegs von Überforderung, Kopfschmerzen, ADHS und psychischen Erkrankungen mit der wachsenden Nutzung der digitalen Medien ist besorgniserregend“, sagte der Ulmer Psychiater und Gehirnforscher Prof. Manfred Spitzer. Nach dem Stand der Wissenschaft sei deren Gesundheitsschädlichkeit eindeutig, die Belastung könne neben Konzentrationsstörungen auch zu Spermienschädigungen bis hin zu DNA-Strangbrüchen und damit zu Krebs führen. [Quelle, via Maiks Retweet]

(Damals bei Baumert das Wesen der Korrelation erfasst. Schüler_innen verstehen das Beispiel mit dem Schrumpfen von Storchpopulationen und dem Rückgang der Geburten (mancherorts korrelierend, aber eben nicht kausal verknüpft) auch recht schnell. Vielleicht sollte man Spitzer mal zu einer Nachschulung schicken? Mann, Mann, Mann …)

Lieber schnell wieder abgetaucht.

Gelesen. Modiano.

Patrick Modiano: Ein Stammbaum. Übertragen von Elisabeth Edl. München: Hanser, 2007.

(Kaum Zeit zum Lesen. Vorweihnachtszeit ist auch Klausurenzeit …)

Lobo und Lauer bei der FAZ.

Sascha Lobo: »Diskussionen auf Twitter enden in so großer Prozentzahl in Katastrophen und Konfrontationen, dass man das schon als systemischen Fehler unterstellen kann.« (In Das Ende der Nerds)

(Dass Twitter gleichwohl für Diskussionen – siehe zum Beispiel der Kanal #edchatde – genutzt wird, erstaunt mich auch immer wieder, geht aber wohl auch mit einer gewissen Leidensfähigkeit und textästhetischen Unempfindlichkeit der Nutzer_innen einher …)

Gelesen. Herrndorf.

Wolfgang Herrndorf: Bilder einer großen Liebe. Berlin: Rowohlt, 2014.

Traurig (die Figuren, die Geschichte, die unvollendete Gestalt, der Tod des Autors).

Lumma vs. Lanier. 0:1 (durch Eigentor).

Nico Lumma tweetet:


– hat eigentlich auch nur einer derjenigen, die Lanier kritisieren, mal den Versuch unternommen, seine Bücher zu lesen? Oder, wenn die Aufmerksamkeitsspanne nicht mehr reicht, zumindest den Klappentext?

Kleiner Hinweis für das letzte Buch: es geht nicht um die Orientierung an einem Ideal der Vergangenheit, sondern um einen sich aus der Analyse heutiger Verhältnisse ergebenden Entwurf zukünftiger Handlungsmöglichkeiten unter der Voraussetzung fortschreitender Digitalisierung.

Es will Euch also keiner Eure Spielzeuge wegnehmen.