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Wochenende.

Gestern groß eingekauft, Linzer Schnitten gebacken; abends in vollständiger Familienrunde (Kind 1 besucht aus Studienort die Daheimgebliebenen, Kind 2 ist erfreut) Pride gesehen, dabei zu drei Vierteln Salat (2 Convenience-Grünzeugbüdel, Paprika, Apfel, Kidneybohnen, Thunfisch, Schafskäse, Wurzeln und Standard-Rotweinessig-Olivenöl-Gewürzwürze), zu einem Viertel Suppe aus dem Chemiebaukasten (Yum Yum!) gegessen.

Heute nach dem Frühstück (mit Geburtstagskuchenkerze und Ranunkelstrauß) für abends Tomatensuppe gekocht, Eier-Käse-Salat und Kräuterbutter bereitet – dabei Nirvanas MTV Unplugged in Endlosschleife; während Herzallerliebste weiteren Kuchen backt und andere Vorbereitungen tätigt, Wohnzimmer gesäubert und gar Staub gewischt (an den sichtbaren Stellen), Bücherstapel durch Kombinieren niedrigerer zu höheren zumindest quantitativ reduziert.

Später kommen die Freunde, haben Bücher, Platten, Blümchen und Kinder mitgebracht (letztere nehmen sie hinterher wieder mit); es wird viel gegessen, viel erzählt; Wein und Bitter Lemon, Hipsterbrause und Leitungswasser konsumiert, ein Spaziergang durch Wind und Matsch und Nieselregen unterbricht kurz das Gelage, weitere liebe Menschen melden sich aus Winsen (an der Aller), Rom (am Tiber) und von anderen Orten … später noch ein paar Seiten im von Patti Smith empfohlenen Astragalus von Albertine Sarrazin gelesen, dann Sleaford Mods gehört.

Gute Nacht, Freunde.

Gelesen. Pratchett.

Antiquariat in GdańskTerry Pratchett: The Truth. London: Corgi: 2000.

Es ist immer gut, wenn man auch ein paar ungelesene Bücher im Regal stehen hat: so auch dieser Band, den ich 2008 bei einem Besuch im nebenstehend abgebildeten Antiquariat in Gdańsk für – wie das Preisschild in Warnfarbe ausweist – 18 Złoty erworben hatte. Andere Bücher drängelten sich vor dieses, und so blieb es bis zur jetzigen Terry-Pratchett-Gedächtnislektüre ungelesen.

Gelesen. Vann.

David Vann: Dreck. Übertragen von Miriam Mandelkow. Berlin: Suhrkamp, 2013.

Gewalt und Küchenpsychologie, Sex und Isolation, Schmutz und Esoterik. Keine Hoffnung angesichts der familiären Ausgangssituation des Experiments (Mutter, Sohn) und reaktionsbeschleunigender Wärmezufuhr (Tante, Cousine; Klima in allen semantischen Facetten).

Diskussionsveranstaltung »Fehlerquotient: Nachteil und Nutzen«.

In Schleswig-Holstein gibt es seit Ende 2014 neue Fachanforderungen im Fach Deutsch, die unter anderem eine leicht veränderte Regelung im Hinblick auf die Bewertung von Fehlern im Bereich der Sprachrichtigkeit (Orthografie, Interpunktion, Grammatik) mit sich bringen. Dies haben wir im Fachverband Deutsch, der Gruppe der Lehrkräfte im Deutschen Germanistenverband, zum Anlass genommen, eine Diskussionsveranstaltung zum Thema zu organisieren. Im Folgenden der Text der Einladung:

Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer in Schleswig-Holstein sind in ihrer Korrekturpraxis verunsichert, weil der Fehlerquotient, der viele Jahre lang zur Korrekturpraxis gehörte, verändert worden ist. Die Lehrkräfte fragen sich, wie sie die Sprachrichtigkeit künftig bewerten sollen. Das bildet den Anlass für ein vertiefendes Nachdenken darüber,
  • was die Korrekturpraxis bisher für die Transparenz der Notengebung, aber auch für die Weiterentwicklung der Sprachrichtigkeit bei den Lernenden geleistet hat,
  • welche Wege zu einer angemessenen, landesweit vergleichbaren, gerechten Bewertung der Sprachrichtigkeit führen,
  • wie die Kompetenz der Lernenden, richtig und gut zu schreiben, weiterentwickelt werden kann.

Das Ziel der Veranstaltung: Experten nehmen zu einzelnen Aspekten des Komplexes Stellung, so dass zahlreiche Faktoren thematisiert werden. In der sich anschließenden Diskussion sollen Handlungsimpulse entwickelt werden, die zu Korrekturgerechtigkeit und verbesserter Sprachkompetenz der Jugendlichen führen können.

Montag, 23. März 2015, 15.30–17.30 Uhr,
in Kiel, Käthe-Kollwitz-Schule, Paul-Fleming-Straße 1

Programm

  • Begrüßung
    • KKS-Schulleiterin OStD’ Susanne Schütz
    • die Landesvorsitzende des Fachverbands Deutsch Gabriele Knoop
  • Kurz-Statements auf dem Podium von Vertreter/innen des Ministeriums, des IQSH, von Lehrer- und Elternverbänden, der IHK und von Seiten der Schulleitung sowie von Lehrer/innen und Schüler/innen
  • Offene Diskussion
  • Konsequenzen und Resümee

Moderation: Arne Schumacher

Wir freuen über Ihre Zusage: GermanistenverbandSH@email.de

TeX Live / MacTeX 2014 und betababel.

In einem früheren Beitrag schrieb ich, wie man kurze altgriechische Passagen via betababel in ein TeX-Dokument einbindet. Seit TeX Live bzw. MacTeX 2014 funktioniert das mit dem angegebenen Code nicht mehr wie gewünscht, stattdessen wird die Fehlermeldung »You haven’t defined the language polutonikogreek yet« ausgegeben.

In TeX StackExchange findet sich die Lösung: statt

\usepackage[ngerman]{betababel}

muss nun via babel die Option polutonikogreek eingegeben werden:

\usepackage[polutonikogreek,ngerman]{babel}
\usepackage[ngerman]{betababel}


Dann klappt’s auch mit Parmenides.

Sachtexte im Deutschunterricht – Beispielanalyse.

Zur Zeit arbeiten wir in meinem Deutschkurs des 11. Jahrgangs an der Sachtextanalyse. Hierzu haben wir begleitend einige Ausgaben der FAZ und der Zeit geschenkt bekommen, was für viele S die erste Begegnung mit einer überregionalen Qualitätszeitung ist.

Nach vielen stichwortartig ausgeführten Vorübungen ist irgendwann auch einmal ein ganzer Analyseaufsatz als Hausaufgabe zu schreiben, und damit die S neben eigenen Texten (Schreibkonferenz mit Rückmeldebogen) hinterher auch einmal einen Beispieltext lesen können, habe ich die Hausaufgabe auch erledigt11: In den Beispielen im Die-Zeit-Begleitmaterial Medienkunde werden zwar ebenfalls Argumentationsstruktur und sprachliche Gestaltung untersucht, leider allerdings immer nur abschnittsweise wie für eine vorbereitende Stichwortsammlung, sodass ein Beispiel eines ganzen Aufsatzes fehlt. – nicht ohne über die Entscheidung der S für einen so langen Text zu fluchen. Formal habe ich mich an den neuen Fachanforderungen orientiert.

Der zu analysierende Artikel Ulrich Greiners – »Schönheit muss man lernen« – findet sich inzwischen auch online – meine Untersuchung hier.

Greiners Artikel hat übrigens in der darauffolgenden Woche eine Antwort erhalten von Yascha Mounk: Allgemeinbildung ist überschätzt.